Biogas in Deutschland: Zahlen, Herstellung und Klimabilanz
Biogas ist in Deutschland vor allem dann wertvoll, wenn es Reststoffe verwertet und Strom flexibel bereitstellt. Es lässt sich speichern und in Blockheizkraftwerken bedarfsgerecht nutzen. Die Klimabilanz hängt jedoch von Substrat, Methanverlusten, Wärmenutzung und Gärrestmanagement ab.
![[Bildinhalt mit KI erstellt] Biogas in Deutschland: Zahlen, Herstellung und Klimabilanz [Bildinhalt mit KI erstellt]](https://stromversorgung.biz/wp-content/uploads/Biogas.jpg)
Biogas in Deutschland: aktuelle Zahlen
Nach vorläufigen Daten des Umweltbundesamtes zu erneuerbaren Energien erzeugte Biogas 2025 rund 27,8 Milliarden Kilowattstunden Strom. Biomasse und biogene Abfälle kamen zusammen auf rund 47,8 Milliarden Kilowattstunden. Die installierte elektrische Biomasseleistung lag bei etwa 9.700 MW; zusätzlicher Leistungszubau dient heute vor allem der flexibleren Fahrweise.
Vom Substrat zur nutzbaren Energie
- Gülle, Bioabfälle, Reststoffe oder Energiepflanzen werden vorbereitet.
- Mikroorganismen vergären das Material ohne Sauerstoff.
- Das Rohbiogas wird entschwefelt und getrocknet.
- Ein BHKW erzeugt Strom und nutzbare Wärme – oder das Gas wird zu Biomethan aufbereitet.
- Gärreste werden gelagert und bedarfsgerecht als Dünger eingesetzt.
Rohbiogas enthält typischerweise Methan und Kohlendioxid. Für die Netzeinspeisung muss der Methangehalt erhöht und die Qualität an das Erdgasnetz angepasst werden. Erst dann spricht man von Biomethan.
Die Klimabilanz entscheidet sich im Detail
Biogener Kohlenstoff gehört zu einem kürzeren Kreislauf als fossiler Kohlenstoff. Klimaneutral ist die Anlage damit noch nicht. Anbau, Düngung, Transporte und Anlagenenergie verursachen Emissionen. Entweichendes Methan kann einen großen Teil des Vorteils zunichtemachen. Abgedeckte Lager, Leckagekontrollen und eine hohe Wärmenutzung sind deshalb keine Nebensache.
Reststoffe und Gülle schneiden häufig besser ab als eigens angebaute Energiepflanzen. Wie sich Biogas von Erdgas unterscheidet, zeigt der Vergleich Biogas und Erdgas.
Was ist Biogas?
Biogas ist ein brennbares Gas, das durch die anaerobe Vergärung von Biomasse in speziellen Biogasanlagen erzeugt wird. Es setzt sich hauptsächlich aus Methan (50-75 Vol%) und Kohlendioxid (25-50 Vol%) zusammen. Bei der Nutzung wird biogener Kohlenstoff freigesetzt. Ob Biogas gegenüber fossilen Brennstoffen Treibhausgase einspart, entscheidet die gesamte Prozesskette – von den eingesetzten Substraten bis zu möglichen Methanverlusten. In Deutschland wuchs die Zahl der Biogasanlagen von 850 im Jahr 1999 auf rund 8.450 Anlagen Ende 2023, was die Bedeutung dieser erneuerbaren Energiequelle unterstreicht.
Biogasgewinnung in Deutschland
Die Biogasgewinnung in Deutschland erfolgt vorwiegend durch die anaerobe Vergärung organischer Stoffe wie Klärschlamm, Bioabfall und Speisereste. Diese nachhaltige Methode ermöglicht es Ihnen, wertvolle Ressourcen zu nutzen und gleichzeitig zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen beizutragen. Nach UBA-Angaben wurden 2025 in Deutschland rund 27,8 TWh Strom aus Biogas erzeugt, was einen relevanten Anteil des gesamten Stroms aus Erneuerbaren Energien ausmachte. Indem Sie auf Biogas setzen, unterstützen Sie aktiv die Energiewende und leisten einen Beitrag zu einer umweltfreundlicheren Zukunft.
Ökologische Vorteile des Biogases
Biogas bietet Ihnen entscheidende ökologische Vorteile, da es biogenen Kohlenstoff nutzt, dessen Gesamtbilanz von der gesamten Prozesskette abhängt. Bei der Verbrennung von Biogas wird nur die Menge an CO2 freigesetzt, die zuvor von den Ausgangsstoffen der Atmosphäre entzogen wurde. Dies bedeutet, dass Ihnen die Nutzung von Biogas helfen kann, Treibhausgasemissionen gegenüber einer fossilen Referenz zu mindern, sofern Methanverluste und Vorketten gering bleiben. Indem Sie Biogas nutzen, leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks.
Nutzung von Biogas in der Energieversorgung
Sie können Biogas vielfältig in der Energieversorgung nutzen. In Deutschland wird es hauptsächlich zur Stromerzeugung in Blockheizkraftwerken (BHKW) eingesetzt, wodurch Sie sowohl Strom als auch Wärme effizient nutzen können. Nach UBA-Angaben wurden 2025 rund 27,8 TWh Strom aus Biogas erzeugt, was rund einen relevanten Anteil des gesamten Stroms aus erneuerbaren Energien ausmacht. Durch die Aufbereitung von Biogas haben Sie außerdem die Möglichkeit, es ins Erdgasnetz einzuspeisen oder als umweltfreundlichen Kraftstoff für Erdgasfahrzeuge zu verwenden. So tragen Sie aktiv zur Energiewende und Nachhaltigkeit bei.
Biogas und der Landkreis: wirtschaftliche Aspekte
Wenn Sie die wirtschaftlichen Vorteile von Biogas im Landkreis betrachten, erkennen Sie, dass die Entwicklung von Biogasanlagen nicht nur zur nachhaltigen Energiegewinnung beiträgt, sondern auch lokale Arbeitsplätze schafft. Nach UBA-Angaben erzeugten Biogasanlagen in Deutschland 2025 rund 27,8 TWh Strom, was etwa einen relevanten Anteil der Erneuerbaren Energien ausmacht. Durch den Anbau von energiereichen Nutzpflanzen und die Nutzung organischer Abfälle können Landwirte zusätzlich Einkommensquellen erschließen und zur regionalen Wertschöpfung beitragen. Dies fördert auch die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und stärkt die lokale Wirtschaft.
Herausforderungen und Chancen für die Biogasbranche
Die Biogasbranche in Deutschland steht vor zahlreichen Herausforderungen, einschließlich der zunehmenden Konkurrenz durch andere erneuerbare Energiequellen und der Notwendigkeit, die Effizienz der Biogasanlagen zu steigern. Dennoch bietet der Markt auch erhebliche Chancen: Mit einer beeindruckenden Steigerung der Biogasanlagen von 850 im Jahr 1999 auf rund 8.450 Anlagen Ende 2023 und einer Erzeugung von rund 27,8 TWh Strom, könnte Biogas eine Schlüsselrolle in Ihrer nachhaltigen Energiezukunft spielen. Die Nutzung von Biogas trägt dazu bei, die CO2-Emissionen signifikant zu reduzieren und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.