Stromverbrauch beim Router: Kosten messen und sinnvoll senken

Ein Router mit durchschnittlich 10 Watt benötigt im durchgehenden Jahresbetrieb 87,6 kWh. Bei angenommenen 0,35 Euro je kWh sind das 30,66 Euro. Ihr eigener Wert kann abweichen: Modell, Anschlussart, Funknetze, angeschlossene Geräte und Zusatztechnik bestimmen die tatsächliche Leistungsaufnahme.

Stromverbrauch beim Router: Kosten messen und sinnvoll senken [Bildinhalt mit KI erstellt]
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Weil Router oft rund um die Uhr laufen, lohnt ein genauer Blick. Die sinnvollste Sparmaßnahme ist aber nicht immer das vollständige Ausschalten. Telefonie, Smart-Home-Funktionen und geplante Datenübertragungen können die Verbindung weiterhin benötigen. Messen Sie zuerst und prüfen Sie anschließend, welche Funktionen Sie tatsächlich entbehren können.

Was verbraucht ein WLAN-Router pro Tag und Jahr?

Die Jahresrechnung lautet: mittlere Leistung in Watt × 8.760 Stunden ÷ 1.000 = kWh pro Jahr. Die 8.760 Stunden entsprechen einem Jahr mit 365 Tagen. Bei unterbrochenem Betrieb verwenden Sie die tatsächlichen Stunden.

Die folgende Tabelle enthält frei gewählte konstante Leistungswerte. Sie ist eine Orientierung zur Rechnung, keine Marktstatistik oder Zusage für eine bestimmte Routerklasse. Als Strompreis werden 0,35 Euro je kWh angenommen.

Mittlere Leistung Verbrauch je Tag Verbrauch je Jahr Kosten je Jahr
5 W 0,12 kWh 43,8 kWh 15,33 Euro
10 W 0,24 kWh 87,6 kWh 30,66 Euro
15 W 0,36 kWh 131,4 kWh 45,99 Euro
20 W 0,48 kWh 175,2 kWh 61,32 Euro

Bei 10 Watt ergeben sich pro Tag 8,4 Cent, nicht automatisch mehrere Zehntel Euro. Für einen 30-Tage-Monat wären es 7,2 kWh oder 2,52 Euro. Rechnen Sie mit Ihrem tatsächlichen Arbeitspreis und runden Sie möglichst erst das Endergebnis.

Warum das Netzteil keine Verbrauchsmessung ersetzt

Eine Netzteilangabe wie 12 Volt und maximal 2,5 Ampere beschreibt eine mögliche Ausgangsleistung von 30 Watt. Der Router nimmt diese Leistung nicht zwangsläufig dauerhaft ab. Verluste des Netzteils kommen an der Steckdose hinzu.

Unterscheiden Sie maximale Anschlussleistung, Herstellerangaben zu bestimmten Betriebszuständen und Ihren gemessenen Mittelwert. Der Begriff „Standby“ ist ebenfalls ungenau, wenn das Gerät weiterhin Internetverbindung, Telefonie und Funknetz bereitstellt. Ein unbenutztes Smartphone bedeutet nicht, dass der Router nichts zu tun hat.

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Eine pauschale Verbrauchsspanne für „Gaming-Router“ oder „Mesh-Router“ hilft nur begrenzt. Unter ähnlichen Produktbezeichnungen können Geräte mit unterschiedlichen Funkmodulen und Anschlussmöglichkeiten stecken. Ein Mesh-System umfasst außerdem oft mehrere separat versorgte Geräte.

Den gesamten Netzwerkverbrauch erfassen

Schauen Sie über den Hauptrouter hinaus: Glasfasermodem, Repeater, Switch, Powerline-Adapter und angeschlossene USB-Geräte können zusätzliche Verbraucher sein. Werden sie bei einem Vergleich vergessen, wirkt ein Routerwechsel sparsamer, als das gesamte System tatsächlich ist.

Ein eigenes Beispiel: Ein Router benötigt durchschnittlich 10 Watt, zwei zusätzliche Funkstationen jeweils 4 Watt und ein separates Modem 3 Watt. Die Summe beträgt 21 Watt. Im angenommenen Dauerbetrieb entstehen 183,96 kWh oder rund 64,39 Euro jährlich bei 0,35 Euro je kWh.

Das sind angenommene Werte, keine Produktempfehlung. Die Rechnung zeigt lediglich, weshalb zwei Aufbauten mit demselben Router unterschiedliche Kosten haben können. Auch beim Vergleich einer integrierten und einer getrennten Modemlösung muss die Messgrenze gleich bleiben.

Router-Stromverbrauch sinnvoll messen

  1. Ein geeignetes Steckdosenmessgerät vor die vollständige Stromversorgung des Routers setzen.
  2. Mindestens mehrere typische Tage einschließlich stärkerer und schwächerer Nutzung erfassen.
  3. Messdauer und verbrauchte kWh notieren.
  4. Den Tagesmittelwert berechnen und bei Bedarf auf das Jahr hochrechnen.
  5. Zusatzgeräte getrennt messen oder ausdrücklich in die Systemmessung einbeziehen.

Wenn Sie beispielsweise 0,72 kWh in drei Tagen messen, ergibt das 0,24 kWh pro Tag. Die mittlere Leistung beträgt dann 10 Watt. Diese eigene Beispielrechnung passt zur ersten Jahrestabelle, berücksichtigt aber noch keine Abwesenheiten oder saisonalen Änderungen.

Verändern Sie während eines Vergleichs möglichst nur eine Einstellung. Ein anderer WLAN-Modus und gleichzeitig ein entfernter Repeater machen die Ursache einer Einsparung sonst unklar. Bei kleinen Unterschieden sollten Messdauer und Messgenauigkeit ausreichend sein.

WLAN-Zeitschaltung statt vollständiger Trennung prüfen

Viele Router können das Funknetz zeitgesteuert abschalten. Die FRITZ!-Anleitung zur WLAN-Zeitschaltung beschreibt diese Funktion für das genannte Modell. Prüfen Sie die passende Anleitung Ihrer eigenen Geräteversion.

Beim Abschalten des WLANs kann der Router selbst eingeschaltet bleiben. Kabelgebundene Verbindungen und Telefoniefunktionen können je nach Aufbau weiterarbeiten. WLAN-Geräte verlieren jedoch ihre Funkverbindung. Das betrifft möglicherweise auch Kameras, Heizungssteuerung oder andere Geräte, die nachts Daten übertragen.

Eine WLAN-Pause spart nicht die gesamte Routerleistung. Messen Sie die Differenz. Wenn das Gerät im Beispiel von 10 auf 8 Watt sinkt und der Zustand acht Stunden täglich dauert, werden jährlich 5,84 kWh vermieden. Bei 0,35 Euro je kWh sind das rund 2,04 Euro.

Wann ist das vollständige Ausschalten sinnvoll?

Wenn in einem Zeitraum keine abhängige Funktion benötigt wird, kann eine Trennung den Netzbezug vermeiden. Prüfen Sie vorher Internet-Telefonie, Fernzugriff, automatische Sicherungen, Alarmfunktionen und die Erreichbarkeit anderer Haushaltsmitglieder.

Bei einem ausgeschalteten Router steht gewöhnliche darüber laufende Internettelefonie nicht zur Verfügung. Auch der nächste Start braucht Zeit, bis die Verbindung wieder aufgebaut ist. Eine tägliche Unterbrechung verlängert nicht nachweislich bei jedem Gerät die Lebensdauer und ist keine allgemein notwendige „Ruhepause“ für Elektronik.

Unterbrechen Sie laufende Updates nicht absichtlich. Bei auffälligen Verbindungsproblemen stimmen Sie häufige Neustarts mit den Hinweisen des Anschlussanbieters ab, statt eine Störung mit immer weiteren Unterbrechungen zu beantworten.

Eine smarte Steckdose muss selbstständig wieder einschalten können

Ein wichtiger Praxistest: Wenn die Steckdose den Router abschaltet, verliert sie möglicherweise selbst den Weg zur Cloud oder zum Smartphone. Prüfen Sie, ob der Einschaltzeitplan lokal gespeichert wird und ohne diese Verbindung funktioniert.

Berücksichtigen Sie ihren Eigenverbrauch. Ein eigenes Beispiel: Acht Stunden Abschaltung eines 10-Watt-Routers sparen täglich 80 Wh. Benötigt die Steuerung angenommene 0,5 Watt rund um die Uhr, kostet sie 12 Wh. Netto bleiben 68 Wh täglich, 24,82 kWh jährlich oder rund 8,69 Euro beim gewählten Preis.

Welche Einstellungen können helfen?

Prüfen Sie angebotene Energiesparfunktionen, nicht pauschal jede Checkbox. Nicht benötigte Funkbänder, externe USB-Geräte oder ein überflüssiger Repeater können Ansatzpunkte sein. Die Wirkung hängt vom Modell ab und sollte gemessen werden.

Eine reduzierte Sendeleistung ist nur dann sinnvoll, wenn die benötigte Verbindung zuverlässig bleibt. Schlechter Empfang, zusätzliche Übertragungsversuche oder ein anschließend benötigter weiterer Repeater können den praktischen Vorteil relativieren. Testen Sie die Räume, in denen Sie das Netz wirklich nutzen.

Für einzelne Softwaredienste lässt sich keine allgemeine Ersparnis von zwei bis zehn Watt versprechen. Ein ausgeschalteter Menüpunkt ist nicht automatisch ein abgeschaltetes Hardwaremodul. Behalten Sie sicherheitsrelevante Funktionen und aktuelle Software bei.

Das BSI empfiehlt für Router passende Schutzmaßnahmen und aktuelle Firmware. Eine kleine mögliche Energieersparnis sollte nicht durch deaktivierte Sicherheitsupdates erkauft werden.

Lohnt ein neuer Router allein zum Stromsparen?

Rechnen Sie die tatsächliche Differenz. Ein eigenes Beispiel: 4 Watt weniger im Dauerbetrieb sparen 35,04 kWh oder rund 12,26 Euro pro Jahr bei 0,35 Euro je kWh. Kostet der Ersatz 150 Euro, wären allein über diese Stromersparnis rund 12,2 Jahre nötig.

Ein Neukauf kann trotzdem aus anderen Gründen sinnvoll sein, etwa bei fehlender Sicherheitsunterstützung, Defekten oder ungeeigneter Anschlussleistung. Für einen reinen Kostenvergleich gehören Kaufpreis, Mietgebühren und zusätzliche Geräte zusammen. Eine geringere Routerwattzahl allein beschreibt nicht den günstigsten Gesamtaufbau.

Wenn Ihr vorhandenes Gerät zuverlässig und sicher unterstützt arbeitet, beginnen Sie mit Messung und passenden Einstellungen. Weitere Dauerverbraucher können mehr Potenzial bieten. Unser Beitrag über versteckten Stromverbrauch im Haushalt hilft beim Vergleich.

Häufige Fragen zum Stromverbrauch beim Router

Wie viel Strom verbraucht ein Router im Jahr?

Bei durchschnittlich 10 Watt und durchgehendem Betrieb sind es 87,6 kWh in einem Jahr mit 365 Tagen. Ihr tatsächlicher Wert hängt von Modell, Nutzung und Zusatzgeräten ab.

Was kostet ein Router pro Tag?

Bei angenommenen 10 Watt entstehen 0,24 kWh täglich. Mit 0,35 Euro je kWh kostet das 8,4 Cent. Verwenden Sie für Ihre Rechnung den gemessenen Mittelwert.

Spart die WLAN-Zeitschaltung den ganzen Routerverbrauch?

Nein. Der Router kann mit anderen Funktionen weiterarbeiten. Nur die tatsächliche Leistungsdifferenz zählt. WLAN-Geräte verlieren während der Abschaltung ihre Funkverbindung.

Sollte ich den Router jede Nacht ausschalten?

Das hängt von benötigter Telefonie, Fernzugriff, Updates und anderen Netzwerkfunktionen ab. Prüfen Sie diese Abhängigkeiten und den messbaren Spareffekt vor einer regelmäßigen Abschaltung.

Kann eine smarte Steckdose den Router wieder einschalten?

Nur wenn ihr Einschaltmechanismus ohne die abgeschaltete Verbindung funktioniert. Prüfen Sie lokal gespeicherte Zeitpläne und berücksichtigen Sie den Eigenverbrauch der Steckdose.

Ist ein neuer Router immer wirtschaftlicher?

Nein. Vergleichen Sie Stromersparnis, Kauf- oder Mietkosten und die gesamte benötigte Netzwerktechnik. Sicherheitsunterstützung und Funktionsbedarf sind zusätzliche Entscheidungskriterien.

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